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Von Benoit Descary · 12. Oktober 2026 · Ratgeber

Grittibänz-Rezept für den Samichlaus: Chlausabend mit Lebkuchen, Punsch und Chlaussack

Aus 500 g Zopfmehl, 3 dl Milch und einem halben Hefewürfel werden vier grosse Grittibänze, und wer den Teig am Samstagabend in den Kühlschrank stellt, hat sie am Sonntag, dem 6. Dezember 2026, ofenwarm auf dem Zmorgetisch. Der Samichlaustag fällt dieses Jahr auf einen Sonntag, der Vorabend auf einen Samstag, und darum ist auch das berühmteste Chlaus-Spektakel des Landes verschoben: Das Klausjagen in Küssnacht am Rigi findet 2026 am Freitag, dem 4. Dezember, statt. Dazu gehören ein Rahmlebkuchen, der drei Tage vorher gebacken wird, ein Chlausepunsch aus Süssmost und Mandarinensaft und ein Chlaussack, dessen Inhalt man knacken und schälen muss.

Das Wichtigste in Kürze

  • Samichlaustag ist am Sonntag, 6. Dezember 2026. Das Klausjagen in Küssnacht findet laut St. Niklausengesellschaft Küssnacht 2026 am Freitag, 4. Dezember, um 20.15 Uhr statt, weil der 5. Dezember auf einen Samstag fällt; der Sächsiumzug folgt am Samstag um 6 Uhr früh.
  • Noch zwei, drei Generationen zurück, vor 70 bis 80 Jahren, buk man den Grittibänz fast ausschliesslich auf den 6. Dezember hin, und vor allem zwischen Biel und Aarau, schreibt die Stiftung Brotkultur Schweiz in einem Text des Schweizer Bäcker-Confiseurmeister-Verbands (2022).
  • Die St. Nikolausgesellschaft Zürich bittet Eltern, die «Gwunderliste» für den Samichlaus kurz zu halten: höchstens drei Dinge zum Loben und zwei zum Verbessern.
  • Küchenrichtwerte für die Rezepte unten: 4 grosse oder 6 mittlere Grittibänze aus 500 g Zopfmehl, 15 Stück Rahmlebkuchen aus einer Form von 20 × 30 cm, gut 1 Liter Chlausepunsch für 6 Tassen.

Samichlaus, Schmutzli und ein Abend, an dem niemand in den Sack muss

Der Samichlaus kommt aus dem Wald, aus seinem Waldhüsli, im roten Mantel mit Mitra, Bart und dem grossen Buch. Neben ihm der Schmutzli, dunkel gekleidet, mit Fitze und Sack, und manchmal ein Esel, wenn der Verein einen hat. Die Kinder sagen ihr Versli auf, das sie seit Tagen im Bett geübt haben, der Samichlaus liest vor, was im Buch steht, und dann wird der Sack ausgeleert.

So läuft es bei der St. Nikolausgesellschaft Zürich bis heute, mit Regeln, die viel über die Schweiz von heute sagen. In den Sack wird kein Kind gesteckt. Die Fitze ist zum Wischen da, für das Waldhüsli und die Schuhe, und nicht für Kinderhintern. Die Eltern sollen die beiden nie als Drohmittel einsetzen. Und den Nuggi nehmen die zwei nur mit, wenn das Kind es will; beim Hinausgehen werfen sie ihn in den Briefkasten. Wer je ein Dreijähriges erlebt hat, das seinen Nuggi feierlich dem Samichlaus übergibt, weiss, wie viel dieser kleine Satz wert ist.

Am Familien-Chlausabend reicht ein Besuch von einer halben Stunde. Was danach kommt, ist das eigentliche Fest: Lebkuchen mit Rahm, ein Krug Punsch, Nüssli knacken auf dem Stubenboden. Auch die Zürcher Samichläuse raten, die Sachen nicht in einzelne Säckli zu stecken, sondern einfach auf den Boden zu leeren. Recht haben sie: Das Gekrabbel nach den Nüssli ist der schönste Moment des Abends.

Die Gwunderliste: drei Lob, zwei Wünsche

Was der Samichlaus aus seinem Buch vorliest, schreiben in Wahrheit die Eltern, und zwar vorher. Die Zürcher Samichläuse nennen dieses Blatt die Gwunderliste und haben eine klare Bitte: in lesbarer Schrift, mit maximal drei Lob und zwei kleinen Wünschen, denn das Lob zählt mehr als die Kritik.

Die beste Gwunderliste ist konkret. «Du hilfst dem Grosi beim Tischdecken» wirkt mehr als «Du bist lieb». Und bei den weniger guten Punkten lieber etwas, das ein Kind bis Weihnachten ändern kann («die Finken liegen immer im Gang»), als etwas, wofür es sich schämt. Schreib die Liste am Freitagabend, nicht in der Stunde vor dem Besuch; dann ist sie freundlicher.

Grittibänz, Grättimaa, Elggermaa: ein Gebäck, viele Namen

Der Name klingt erfunden, ist es aber nicht. Laut dem Text der Stiftung Brotkultur Schweiz, den der Schweizer Bäcker-Confiseurmeister-Verband verbreitet, bedeutet «gritti» oder «grätti» im Dialekt rittlings; ein Gritti ist also einer, der breitbeinig daherkommt, ein alter Mann mit gegrätschten Beinen. Und Benz ist die Kurzform des einst häufigen Vornamens Benedikt; «Hans und Bänz» meinte früher einfach jedermann.

In Basel sagt man Grättimaa, im Raum Zürich, Schaffhausen und Thurgau Elggermaa, nach dem Ort Elgg, und in der Innerschweiz heisst er manchmal schlicht Chlaus. Der Grittibänz, wie wir ihn kennen, lässt sich unter dem Namen «Chriddibenz» bis 1857 im Aargau zurückverfolgen. Das älteste datierte Gebildbrot in Menschenform aus der Weihnachtszeit ist aber eine Nikolausfrau aus Zürich von 1546. Der erste Grittibänz war also womöglich eine Grittibänzin.

Dass er heute ab Mitte November in jeder Bäckerei liegt, ist relativ neu. Den Volkskundlern, die um 1940 für den Atlas der schweizerischen Volkskunde unterwegs waren, fiel bereits auf, dass Bäcker aus anderen Kantonen das Gebäck mitsamt seinem Namen in Dörfer brachten, die es bis dahin nicht kannten. Unsere Meinung: Ein Grittibänz gehört trotzdem an den Samichlaus-Morgen, frisch aus dem Ofen, mit Butter und Konfi und einer Tasse Ovi. In der Znünibox am 20. November ist er nur ein Weggli mit Armen.

Der Plan für die Chlauswoche 2026

Der Plan rechnet mit einem Familien-Chlausabend am Samstag, 5. Dezember, und Grittibänzen zum Zmorge am Sonntag. Wenn euer Samichlaus an einem anderen Abend kommt, verschiebst du einfach alles mit.

WannWasGut zu wissen
Mo., 30. NovemberHaltbares einkaufen: Baumnüsse, Haselnüsse, Spanischnüssli, Schoggi-Samichläuse, Birnel, Lebkuchengewürz, Ruchmehl, Zopfmehl, HagelzuckerDie Mandarinli erst am Freitag
Mi., 2. DezemberRahmlebkuchen backen, mit Birnel bepinseln, in der Dose ruhen lassenEr wird bis Samstag saftiger
Fr., 4. DezemberMandarinli, Milch, Butter, Hefe und Vollrahm kaufen; Gwunderliste schreibenAbends Klausjagen in Küssnacht, wer hingeht
Sa., 5. Dezember, NachmittagChlaussäcke packen, Lebkuchen schneiden und mit Samichlaus-Bildli bekleben, Tee für den Punsch kochenDie Säcke ausser Sichtweite der Kinder lagern
Sa., 5. Dezember, AbendChlausabend: Besuch, Versli, Sack ausleeren, Punsch und Lebkuchen mit RahmDanach Grittibänz-Teig mit wenig Hefe ansetzen und in den Kühlschrank stellen
So., 6. Dezember, 7 UhrTeig temperieren, Grittibänze formen und verzierenDie Kinder machen die Rosinenaugen
So., 6. Dezember, 8 UhrBacken und zum Zmorge essenÜbrige Grittibänze am Nachmittag einfrieren

Rezept 1: Grittibänz

Für 4 grosse Grittibänze von etwa 230 g Teig oder 6 mittlere. Zubereitung 40 Minuten, Aufgehzeit 1½ bis 2 Stunden, Backzeit 20 bis 30 Minuten. Mengen und Zeiten sind Küchenrichtwerte, wie sie Schweizer Kochbücher für 500 g Zopfmehl vorsehen.

  • Teig: 500 g Zopfmehl, 1½ TL Salz, 2 EL Zucker, 20 g Hefe (ein halber Würfel), 70 g weiche Butter in Stücken, 3 dl lauwarme Milch.
  • Zum Verzieren: 1 Ei, verklopft, Sultaninen für Augen und Knöpfe, ein paar Mandeln oder Haselnüsse, 2 EL Hagelzucker.
  • Zopfmehl, Salz und Zucker in der Teigschüssel vermengen. Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, mit der Butter zum Mehl giessen und rund zehn Minuten kneten, bis der Teig geschmeidig ist und nicht mehr an den Händen klebt.
  • Zugedeckt bei Zimmertemperatur aufs Doppelte aufgehen lassen, je nach Küche 1 bis 1½ Stunden. Eine kleine Kugel Teig für Halstuch und Mütze zur Seite legen, den Rest in vier gleiche Stücke teilen.
  • Jedes Stück zu einer ovalen Rolle von etwa 20 cm formen. Mit dem Teighorn im oberen Viertel links und rechts ein kleines Dreieck herausschneiden: Das gibt den Hals. Für die Arme beidseitig schräg einschneiden, für die Beine von unten in der Mitte bis etwa zur Hälfte. Arme und Beine leicht spreizen; der Name verlangt es.
  • Sultaninen und Nüsse tief in den Teig drücken, Halstuch und Mütze aus dem beiseitegelegten Teig mit wenig Wasser ankleben, für die Haare mit der Schere kleine Zacken in den Kopf schneiden. Auf ein Blech mit Backpapier legen und mit Ei bestreichen, Hagelzucker auf den Bauch.
  • Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen (180 °C Heissluft). Grosse Grittibänze in der unteren Hälfte 25 bis 30 Minuten backen, mittlere etwa 20 Minuten. Klopf zur Probe auf den Boden: Klingt es hohl, ist er durch.

Grittibänz über Nacht: die Variante für den Sonntagmorgen

Wer um acht Uhr frische Grittibänze will, ohne um fünf aufzustehen, nimmt nur 10 g Hefe und kalte Milch, knetet den Teig am Vorabend und stellt ihn zugedeckt in den Kühlschrank. Über Nacht geht er langsam auf, und das macht ihn sogar aromatischer. Am Morgen eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann formen, eine Viertelstunde gehen lassen und backen.

Der häufigste Fehler beim Grittibänz ist nicht der Teig, sondern das Verzieren. Sultaninen, die nur auf der Oberfläche liegen, fallen beim Backen ab oder verbrennen. Drück sie so tief hinein, dass nur noch ein Rand zu sehen ist. Und streich das Ei nicht in die Schnitte zwischen Armen und Körper, sonst kleben sie wieder zusammen.

Rezept 2: Rahmlebkuchen mit Birnel

Der weiche Schweizer Lebkuchen aus der Form hat mit den Lebkuchen-Guetzli aus Nürnberg wenig zu tun. Er wird mit Rahm und Birnendicksaft gemacht, ist innen feucht, und auf jedes Stück kommt ein Samichlaus-Bildli. Laut dem Text der Stiftung Brotkultur Schweiz würde manchen am 6. Dezember ohne einen solchen Lebkuchen mit Nikolausbildchen etwas fehlen. Für 15 Stück, Form 20 × 30 cm, Zubereitung 20 Minuten, Backzeit 35 bis 40 Minuten.

  • 2 dl Vollrahm, flaumig geschlagen, 2 dl Milch, 1,5 dl Birnel (Birnendicksaft), 120 g Rohzucker
  • 350 g Ruchmehl, 50 g gemahlene Haselnüsse, 1½ EL Lebkuchengewürz, 1 Prise Salz, 1 TL Natron, in 1 EL Milch aufgelöst
  • Zum Fertigmachen: 2 EL Birnel zum Bepinseln, 15 Samichlaus-Bildli (Oblaten), 2 dl Vollrahm zum Servieren
  • Milch, Birnel und Zucker verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Mehl, Haselnüsse, Gewürz und Salz mischen und dazugeben, dann das Natron. Zuletzt den geschlagenen Rahm locker unterziehen.
  • Die Form mit Backpapier auslegen, den Teig einfüllen und bei 180 °C (vorgeheizt, untere Ofenhälfte) 35 bis 40 Minuten backen. Stäbchenprobe: Es darf kein Teig mehr kleben.
  • Noch warm mit Birnel bepinseln. Am nächsten Tag in 15 Stücke schneiden und die Bildli mit einem Tupfer Birnel aufkleben. In einer Dose hält er erfahrungsgemäss gut eine Woche und wird in den ersten Tagen weicher.

Rezept 3: Chlausepunsch mit Süssmost und Mandarinli

Für 6 Tassen, fertig in 20 Minuten. Die Mandarinen stammen am besten aus dem Vorrat für die Chlaussäcke; sechs Stück geben knapp 2 dl Saft.

  • 5 dl Hagebuttentee, kräftig aufgegossen, 4 dl Süssmost, Saft von 6 Mandarinli
  • 1 Zimtstängel, 2 Nelken, 2 Scheiben frischer Ingwer, 1 EL Honig
  • Alles in einer Pfanne erhitzen, bis es dampft, aber nicht kocht, zehn Minuten ziehen lassen, Gewürze herausnehmen, mit Honig abschmecken. Für die Erwachsenen kommt nach dem Chlausbesuch ein Schuss Rotwein oder Kirsch ins Glas, nicht in die Pfanne.

Der Chlaussack: was hineingehört und wie viel pro Kind

Was traditionell im Sack steckt, zählt die St. Nikolausgesellschaft Zürich auf: Mandarinen, Lebkuchen, Nüsse, Schokolade, dazu in Zürich die Tirggel. Dazu gehören in vielen Familien die Spanischnüssli, Erdnüsse in der Schale, die man nach dem Chlausabend noch im Januar aus den Sofaritzen fischt. Die Mengen in der Tabelle sind Richtwerte aus der Praxis für ein Kind im Kindergarten- oder Primarschulalter.

InhaltPro Kind (Richtwert)Warum
Mandarinli2 StückErst am Vortag einpacken, sie werden sonst weich
Spanischnüssli1 Handvoll (etwa 60 g)Knacken gehört zum Abend
Baumnüsse und Haselnüsse4 bis 6 StückMit Nussknacker, ein Erwachsener hilft
Lebkuchen mit Bildli1 StückSelbst gebacken oder vom Beck
Schoggi-Samichlaus1 StückEiner reicht
Tirggel oder Biberli1 bis 2 StückTirggel vor allem in Zürich, Biberli in der Ostschweiz
Mini-Grittibänznach LustAus einem Teil des Teigs; wird am Sonntag frisch gebacken

Für die Spielgruppe oder den Turnverein

Wenn du die Chlaussäcke für eine Spielgruppe übernimmst, frag vorher nach Allergien; Spanischnüssli und Haselnüsse sind die üblichen Verdächtigen. Beschrifte nussfreie Säckli mit dem Namen des Kindes, nicht mit «ohne Nüsse», sonst landet es beim falschen Kind.

Für 15 Säckli brauchst du nach der Tabelle 30 Mandarinli und knapp 1 kg Spanischnüssli. Für Mini-Grittibänze reicht eine Teigmenge für etwa 12 Stück zu 75 g; sie backen in 12 bis 15 Minuten. Die Guetzli für die Adventszeit planst du am besten separat: Der Backplan für die Guetzlidosen verteilt sechs Sorten auf einen Teigtag und drei Backtage.

Klausjagen und Chlauschlöpfen: wenn der Samichlaus laut wird

Nicht überall kommt der Samichlaus leise. In Küssnacht am Rigi gehen am Abend des Klausjagens um 20.15 Uhr nach einem Böllerschuss im Dorf die Lichter aus, und dann ziehen Geisselchlöpfer, Iffelenträger, der Samichlaus mit Schmutzli, Trychler und Hornbläser durch die Strassen. Laut der St. Niklausengesellschaft Küssnacht machen jedes Jahr über 1500 Männer mit, und bis 30’000 Zuschauerinnen und Zuschauer stehen an den verdunkelten Strassen. Die Iffelen, Laternen in Form einer Bischofsmütze, sind teils über zwei Meter hoch.

Fällt der 5. Dezember auf ein Wochenende, wird am Freitag davor gejagt. 2026 heisst das: Schülerklausjagen am Freitag, 4. Dezember, um 14.15 Uhr, Hauptumzug um 20.15 Uhr und der Sächsiumzug am Samstag, 5. Dezember, um 6 Uhr früh, so die offiziellen Daten. Gezähmt ist der Brauch erst seit 1928. Im Protokoll des Bezirksrats wird schon 1732 über Buben geklagt, die nachts mit Hornblasen und Tricheln die Leute beunruhigen; am 5. Dezember 1928 zog der erste Umzug in gesitteter Form durchs Dorf.

Im Aargau knallt es schon früher. Im Bezirk Lenzburg üben Kinder und Erwachsene das Chlauschlöpfen mit der Geissle, und laut SRF (2017) toleriert das regionale Polizeireglement das Chlöpfen vom 1. November bis zum Sonntag nach dem zweiten Donnerstag im Dezember, abends bis 21 Uhr. Wer in der Gegend wohnt, weiss also schon im November, dass der Samichlaus unterwegs ist.

So planst du den Chlausabend in Olivi

Das Grittibänz-Rezept vom Grosi steht oft auf einer Karteikarte mit Butterflecken. Ein Foto reicht, um das Papierrezept zu scannen; ein Rezept aus dem Netz holst du dir per Link. Brauchst du statt vier Grittibänzen zwölf für die Spielgruppe, änderst du die Portionen, und Zopfmehl, Hefe und Milch rechnen sich mit.

Mit der Region Schweiz in den Einstellungen (Region wählen) bekommst du beim Tippen in der Einkaufsliste Produktvorschläge aus dem Schweizer Katalog. Die Zutaten der drei Rezepte landen in der Einkaufsliste, nach Abteilungen sortiert, und geteilt sieht dein Partner in Echtzeit, ob die Mandarinli schon gekauft sind, auch ohne App über einen Link.

Am Sonntagmorgen hält der Kochmodus das Rezept auf dem Bildschirm, ohne dass das Display ausgeht, mit einem Timer für jedes Blech. Und wenn vom Lebkuchen am Montag noch die Hälfte übrig ist, fragst du Olive, die virtuelle Küchencoachin, was man daraus macht. Olivi läuft im Browser, auf iPhone und Android und wurde in Montréal entwickelt.

Der Samichlaus-Planer zum Ausdrucken

Der Samichlaus-Planer als PDF hat drei A4-Seiten für den Kühlschrank. Seite 1 sind die drei Rezepte als Karten, dazu der Sonntagmorgen mit Grittibänz im Stundentakt. Seite 2 ist ein Plan zum Ausfüllen: Rückwärtsplanung bis zum 6. Dezember, Einkaufsliste zum Abhaken, Vorabend-Liste, Chlaussack pro Kind und Platz für die Gwunderliste. Seite 3 ist ein Spickzettel mit den Daten 2026 (Klausjagen inklusive), dem Ablauf eines Chlausabends, den Mengen für 1 bis 15 Kinder, der Haltbarkeit, den Regionalnamen des Grittibänz und dem Zopfteig hochgerechnet für die Spielgruppe.

Für die Festtage danach gibt es Weihnachtsmenü planen mit Mengen und Zeitplan vom 24. bis zum 26. Dezember.

Häufige Fragen

Wann ist Samichlaus 2026?

Der Samichlaustag ist am Sonntag, dem 6. Dezember 2026. Viele Familien, Vereine und Schulen feiern den Chlausabend schon an einem der Abende davor, je nachdem, wann der gebuchte Samichlaus Zeit hat. Wer Grittibänze zum Zmorge will, setzt den Teig am Samstagabend an und bäckt am Sonntag in der Früh.

Wann ist das Klausjagen in Küssnacht 2026?

Weil der 5. Dezember 2026 auf einen Samstag fällt, findet das Klausjagen am Freitag, 4. Dezember, statt: Schülerklausjagen um 14.15 Uhr, Hauptumzug um 20.15 Uhr, Sächsiumzug am Samstag um 6 Uhr früh. Das steht so auf der Website der St. Niklausengesellschaft Küssnacht, die bis 30’000 Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet.

Woher kommt der Name Grittibänz?

«Gritti» oder «grätti» heisst im Dialekt rittlings, ein Gritti geht also breitbeinig. Bänz ist die Kurzform von Benedikt. So erklärt es die Stiftung Brotkultur Schweiz in einem Text des Bäcker-Confiseurmeister-Verbands. Je nach Region heisst das Gebäck auch Grättimaa (Basel), Elggermaa (Zürich, Schaffhausen, Thurgau) oder einfach Chlaus.

Wie lange muss man Grittibänz backen?

Grosse Grittibänze aus etwa 230 g Teig brauchen 25 bis 30 Minuten bei 200 °C Ober- und Unterhitze in der unteren Ofenhälfte, mittlere rund 20 Minuten, Mini-Grittibänze 12 bis 15 Minuten. Klingt der Boden beim Draufklopfen hohl, sind sie gar. Wer mit Heissluft bäckt, stellt den Ofen auf 180 °C.

Kann ich Grittibänze am Vortag vorbereiten?

Ja, am besten als Teig. Mit nur 10 g Hefe und kalter Milch kneten, über Nacht zugedeckt im Kühlschrank gehen lassen, am Morgen eine halbe Stunde temperieren, formen und backen. So sind sie zum Zmorge frisch. Fertig gebackene Grittibänze schmecken am ersten Tag am besten; übrige frierst du ein und backst sie kurz auf.

Soll ich Grittibänz mit Ober- und Unterhitze oder Heissluft backen?

Beides geht. Ober- und Unterhitze bei 200 °C bräunt gleichmässiger und eignet sich für ein einzelnes Blech. Heissluft bei 180 °C lohnt sich, wenn du zwei Bleche gleichzeitig backst, etwa für eine Spielgruppe. Dann die Bleche nach der Hälfte der Backzeit tauschen, weil das obere sonst schneller dunkel wird.

Was gehört in den Chlaussack?

Laut St. Nikolausgesellschaft Zürich gehören Mandarinen, Lebkuchen, Nüsse und Schokolade hinein, in Zürich auch Tirggel. Viele Familien legen Spanischnüssli dazu. Als Richtwert pro Kind reichen zwei Mandarinli, eine Handvoll Spanischnüssli, ein paar Baumnüsse, ein Lebkuchen und ein Schoggi-Samichlaus. Am schönsten ist es, wenn alles unverpackt auf den Stubenboden geleert wird.

Was macht der Schmutzli?

Er ist der Begleiter des Samichlaus, dunkel gekleidet, mit Sack und Fitze. Bei der St. Nikolausgesellschaft Zürich hilft er beim Bericht aus dem Buch und leert mit den Kindern den Sack aus. Die Fitze braucht er zum Wischen von Waldhüsli und Schuhen; geschlagen wird niemand, und kein Kind landet im Sack. Früher war seine Rolle deutlich strenger.

Warum heisst der Nikolaus in der Schweiz Samichlaus?

Samichlaus ist die schweizerdeutsche Form von Sankt Nikolaus: Aus «Sankt» wurde «Sami», aus «Nikolaus» «Chlaus». Gemeint ist derselbe heilige Bischof Nikolaus von Myra, dessen Gedenktag der 6. Dezember ist. In der Schweiz kommt er mit dem Schmutzli aus dem Wald, nicht mit dem Knecht Ruprecht, und er bringt den Chlaussack statt eines gefüllten Stiefels.

Wann gibt es Grittibänze?

Heute liegen sie ab Mitte November in den Bäckereien. Laut Stiftung Brotkultur Schweiz buk man sie noch vor 70 bis 80 Jahren fast nur auf den 6. Dezember hin, hauptsächlich in der Gegend zwischen Biel und Aarau. Zugezogene Bäcker haben das Gebäck später in andere Regionen gebracht. Selbst gebacken passen sie am besten zum Zmorge am Samichlaustag.

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