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Von Benoit Descary · 12. Oktober 2026 · Ratgeber

Plätzchen backen mit Plan: sechs Sorten, ein Teigtag, drei Backtage und eine Dose pro Sorte

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Sechs Sorten Plätzchen für die ganze Adventszeit schaffst du mit einem Teigtag und drei Backtagen zwischen dem 21. November und dem 12. Dezember 2026: zuerst die Sorten, die lange halten oder erst weich werden müssen (Lebkuchen, Zimtsterne, Vanillekipferl), zuletzt die gefüllten Spitzbuben und die Kokosmakronen. Das ergibt knapp 300 Stück aus rund 1,4 kg Mehl, 650 g Butter, 550 g gemahlenen Mandeln und sieben Eiern, die ohne Rest aufgehen, weil die Eigelbe in die Mürbeteige wandern und die Eiweiße in Zimtsterne und Makronen. Der erste Advent fällt 2026 auf Sonntag, den 29. November; bis dahin steht die erste Dose im Schrank.

Kurz gesagt

  • Trockene Sorten wie Vanillekipferl, Butterplätzchen und Zimtsterne halten richtig gelagert etwa vier Wochen, Lebkuchen bis zu zwei Monate, Makronen zwei bis drei Wochen. So steht es bei der Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums (Stand Oktober 2025).
  • Wer am 28. November backt, hat trockene Sorten also bis kurz nach Weihnachten frisch. Wer schon Anfang November loslegt, friert besser den Teig ein als die fertigen Plätzchen.
  • Lebkuchenteig mit Pottasche oder Hirschhornsalz soll laut Stiftung Warentest (2004) mindestens über Nacht, besser zwei Tage bei Zimmertemperatur ruhen. Er wird deshalb zwei Tage vor dem ersten Backtag angerührt.
  • Die Industrie ist früher dran: Laut Statistischem Bundesamt (Pressemitteilung vom August 2024) wurden 2023 in Deutschland rund 86 800 Tonnen Lebkuchen und verwandtes Gebäck hergestellt, 34 % davon schon zwischen Juli und September.
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät, Keksteig nicht roh zu essen, weil Mehl krankmachende E. coli (STEC) enthalten kann. Erst das Backen macht ihn sicher, auch beim Ausstechen mit Kindern.

Sechs Sorten, die sich ergänzen statt sich im Weg zu stehen

Die meisten Familien backen jedes Jahr dieselben Sorten, und das ist gut so. Wer aber vor einer leeren Liste sitzt, sollte nicht nach Lieblingsrezepten auswählen, sondern nach vier Fragen: Wie unterschiedlich ist das Mundgefühl auf dem Teller? Gehen die Eier auf? Wie lange hält jede Sorte? Und wer bekommt später eine Dose geschenkt, der vielleicht keine Nüsse verträgt?

Die Auswahl in diesem Beitrag beantwortet alle vier. Butterplätzchen und Vanillekipferl sind mürb und zerfallen auf der Zunge, Zimtsterne und Makronen sind außen fest und innen zäh-saftig, Lebkuchen sind weich und kräftig gewürzt, Spitzbuben bringen mit dem Johannisbeergelee etwas Säure. Kein Teller wirkt eintönig, wenn diese vier Texturen nebeneinanderliegen.

Die Eier sind der Punkt, an dem Pläne sonst scheitern. Drei Mürbeteige brauchen zusammen sechs Eigelb, Zimtsterne und Kokosmakronen zusammen sechs Eiweiß. Wer beides kombiniert, trennt am Teigtag sechs Eier und hat danach keine einsame Tasse mit Eiweiß im Kühlschrank, die nach einer Woche im Ausguss landet. Der Lebkuchen nimmt ein ganzes Ei.

Und die Nüsse: In vier der sechs Sorten stecken gemahlene Mandeln. Butterplätzchen und Kokosmakronen kommen ohne Mandeln und Nüsse aus. Für die Nachbarin mit Nussallergie gibt es also trotzdem eine eigene Tüte, sauber getrennt gebacken und gelagert.

Die Plätzchen-Sorten im Überblick

Die Mengen sind für eine einfache Rezeptmenge gerechnet; die Stückzahl hängt davon ab, wie groß deine Ausstecher sind. Die Haltbarkeit gilt für sortenrein gelagerte Plätzchen in einer gut schließenden Dose an einem kühlen, trockenen Ort.

SorteTeig und EierErgibt etwaHält etwaWann backen
LebkuchenHonigkuchenteig, 1 ganzes Ei, ruht 2 Tage40 Stückbis zu 2 MonateBacktag 1 (28.11.)
ZimtsterneMandel-Eiweiß-Masse ohne Mehl, 3 Eiweiß45 Stücketwa 4 WochenBacktag 1 (28.11.)
VanillekipferlMürbeteig mit Mandeln, 2 Eigelb70 Stücketwa 4 WochenBacktag 1 (28.11.)
ButterplätzchenMürbeteig zum Ausstechen, 2 Eigelb60 Stücketwa 4 Wochen (unverziert)Backtag 2 (5.12.), verziert am 6.12.
SpitzbubenMürbeteig mit Mandeln, 2 Eigelb, Gelee35 Stück (zusammengesetzt)kürzer, weil gefüllt: 2 bis 3 WochenBacktag 3 (12.12.)
KokosmakronenEiweiß-Kokos-Masse auf Oblaten, 3 Eiweiß40 Stück2 bis 3 WochenBacktag 3 (12.12.)

Welche Plätzchen zuerst backen?

Die Reihenfolge ergibt sich aus zwei Dingen: wie lange eine Sorte hält und ob sie mit der Zeit besser wird. Lebkuchen sind direkt nach dem Backen hart und trocken. Erst nach einer bis zwei Wochen in einer dichten Dose ziehen sie Feuchtigkeit aus der Luft und dem Honig und werden so weich, wie man sie kennt. Wer Lebkuchen erst eine Woche vor Weihnachten backt, serviert an Heiligabend ein Gebäck, das noch nicht fertig ist.

Zimtsterne und Vanillekipferl verlieren in den ersten Wochen nichts, im Gegenteil: Das Zimtaroma wird runder, der Vanillezucker zieht in die Kipferl ein. Sie gehören auf den ersten Backtag, damit am 1. Advent schon zwei Sorten auf dem Teller liegen.

Alles mit Füllung kommt zum Schluss. Marmelade und Gelee geben Feuchtigkeit an den Mürbeteig ab; nach zwei Wochen sind Spitzbuben weich statt knusprig, und die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ nennt Füllungen ausdrücklich als Grund für eine kürzere Haltbarkeit. Makronen halten wegen des hohen Zuckeranteils zwei bis drei Wochen und passen deshalb ebenfalls in die letzte Runde. Plätzchen mit Sahne- oder Quarkfüllung (etwa eine Woche, im Kühlschrank) backst du frühestens in der Woche vor dem Fest.

Butterplätzchen liegen dazwischen. Unverziert halten sie wie Kipferl, aber sie sind die Sorte, die Kinder ausstechen und bemalen wollen. Darum bekommen sie ein eigenes Wochenende, mit dem Verzieren am Sonntag danach.

Der Backplan für die Adventszeit 2026

Der Plan rechnet mit freien Samstagen und einem Sonntag zum Verzieren. Wer unter der Woche nur abends Zeit hat, legt die Teige auf zwei Abende und behält die Backtage am Wochenende: Kneten dauert eine halbe Stunde, Ausstechen und Backen mehrere Stunden.

WannWas passiertArt
Bis Mi., 11. NovemberSorten festlegen, Rezepte zusammentragen, Mengen rechnen, Dosen und Gläser zählenPlanen
Sa., 14. NovemberGroßeinkauf alles Haltbaren: Mehl, Zucker, Puderzucker, Mandeln, Honig, Gewürze, Kokos, Oblaten, Kuvertüre, Gelee, BackpapierEinkauf
Fr., 20. NovemberButter und Eier kaufenEinkauf
Sa., 21. NovemberSechs Eier trennen. Teige für Butterplätzchen, Vanillekipferl und Spitzbuben kneten, flach einfrieren. Die Eiweiße in zwei Dosen à drei einfrierenTeigtag
Do., 26. November, abendsLebkuchenteig anrühren, abgedeckt ruhen lassen. Kipferlteig und eine Dose Eiweiß in den KühlschrankTeigtag
Sa., 28. NovemberLebkuchen, Zimtsterne und Vanillekipferl backen. Lebkuchen mit einem Apfelschnitz in eine dichte DoseBacktag 1
So., 29. November1. Advent: der erste Teller mit Kipferln und ZimtsternenGenießen
Fr., 4. Dezember, abendsButterplätzchenteig in den KühlschrankVorbereiten
Sa., 5. DezemberButterplätzchen ausstechen und backenBacktag 2
So., 6. DezemberNikolaus und 2. Advent: Butterplätzchen verzieren, Lebkuchen mit Kuvertüre überziehenVerziertag
Fr., 11. Dezember, abendsSpitzbubenteig und die zweite Dose Eiweiß in den KühlschrankVorbereiten
Sa., 12. DezemberSpitzbuben backen und füllen, Kokosmakronen backenBacktag 3
So., 13. Dezember3. Advent: Geschenkgläser packen, Päckchen in der Woche danach verschickenVerschenken
Do., 24. DezemberDer bunte Teller mit allen sechs SortenGenießen

Plätzchenteig vorbereiten und einfrieren

Mürbeteig ist der dankbarste Teig für Vorausplaner. Er verträgt das Gefrierfach problemlos, und eingefroren überbrückt er die zwei oder drei Wochen bis zu seinem Backtag ohne Qualitätsverlust. Der Trick liegt in der Form: Drück jeden Teig zu einer flachen Scheibe von etwa zwei Zentimetern, statt ihn als Kugel einzufrieren. Eine Scheibe taut über Nacht im Kühlschrank gleichmäßig auf und lässt sich am Morgen sofort ausrollen; eine Kugel ist außen weich und innen noch ein Eisblock.

Wickle die Scheiben fest in Frischhaltefolie, steck sie in einen Gefrierbeutel und schreib Sorte und Datum darauf. Im Kühlschrank hält sich ein Mürbeteig mit Eigelb gut verpackt zwei bis drei Tage. Das reicht, um ihn am Freitagabend aus dem Gefrierfach zu nehmen und am Samstag zu verarbeiten.

Eiweiß lässt sich ebenfalls einfrieren und schlägt aufgetaut wieder steif. Friere es portionsweise in der Menge ein, die ein Rezept braucht, und schreib die Zahl auf den Deckel: „3 Eiweiß, 21.11.“ erspart dir später das Raten mit der Küchenwaage.

Nicht jeder Teig gehört ins Gefrierfach. Zimtsterne-Masse und Makronenmasse werden am Backtag frisch gerührt. Der Lebkuchenteig dagegen soll ohnehin ruhen: Ein klassischer Honigkuchenteig mit Pottasche wird erst nach ein bis zwei Tagen bei Zimmertemperatur locker. Alte Familienrezepte, die den Teig wochenlang im kühlen Keller lagern, folgen demselben Prinzip; für einen Haushalt ohne Keller sind zwei Tage die praktische Lösung.

Kann man Plätzchen einfrieren?

Ja, fast alle. Laut „Zu gut für die Tonne!“ eignen sich nahezu alle Plätzchen zum Einfrieren, ausgenommen solche mit Schokoladenglasur. Wichtig ist, sie frisch einzufrieren, also am Backtag nach dem vollständigen Auskühlen, und nicht erst, wenn sie nach drei Wochen in der Dose ohnehin nachlassen. Aufgetaut wird bei Zimmertemperatur. Lass die Dose dabei geschlossen, dann schlägt sich das Kondenswasser außen nieder und nicht auf den Plätzchen.

Für diesen Plan bedeutet das: Wer im Dezember merkt, dass von den Kipferln mehr übrig bleibt als gedacht, friert eine Portion ein und holt sie für den Besuch im Januar wieder heraus. Die Lebkuchen werden dagegen erst nach dem Einfrieren mit Kuvertüre überzogen oder gar nicht eingefroren.

Wie viele Plätzchen brauchst du überhaupt?

Die Frage stellt sich selten am Anfang, sondern am 20. Dezember, wenn entweder die Dosen leer sind oder noch drei volle im Schrank stehen. Eine grobe Rechnung hilft. Ein Plätzchenteller für eine Kaffeerunde mit vier bis sechs Personen braucht etwa 30 Stück. Vier Adventssonntage und Heiligabend sind fünf Teller, also rund 150 Plätzchen. Ein Geschenkglas fasst je nach Größe 15 bis 25 Plätzchen; sechs Gläser für Nachbarn, Lehrerin und Großeltern sind gut 120.

Zusammen landet man bei 270 bis 300 Stück. Genau dafür sind die sechs Sorten in diesem Plan bemessen. Wer weniger verschenkt, streicht eine Sorte oder halbiert zwei, statt alle sechs zu verkleinern: Ein halber Mürbeteig macht fast genauso viel Abwasch wie ein ganzer.

Die Einkaufsliste für sechs Sorten, nach Abteilungen

Alle Zutaten für die Sorten aus der Tabelle oben, auf übliche Packungsgrößen gerundet. Salz, Backpulver und eine Zitrone für den Guss setzt die Liste voraus. Gemahlene Mandeln vom letzten Jahr solltest du vor dem Teigtag aufmachen und daran riechen: Nüsse werden mit der Zeit ranzig, und ein ranziger Kipferlteig ist nicht zu retten.

AbteilungWas auf die Liste kommtWann kaufen
BackzutatenWeizenmehl Type 405 (1,5 kg), Zucker (350 g), brauner Zucker (100 g), Puderzucker (750 g), gemahlene Mandeln (550 g), Kokosraspel (200 g), Oblaten 50 mm (40 Stück), Vanillezucker (4 Päckchen), Pottasche (1 Päckchen)14. November
GewürzeLebkuchengewürz, gemahlener Zimt, Backkakao14. November
Süßes und AufstricheHonig (250 g), Johannisbeergelee (1 Glas), Zartbitterkuvertüre (150 g), Zuckerstreusel14. November
KühlregalButter (3 Stück à 250 g), Eier (10 Stück, davon 3 Reserve)20. November
ObstEin Apfel für die Lebkuchendose, eine Zitrone für den Guss28. November
HaushaltBackpapier (2 Rollen), Gefrierbeutel, Frischhaltefolie, Schraubgläser, Etiketten14. November

Plätzchen aufbewahren: eine Dose pro Sorte

Die wichtigste Regel ist die einfachste: jede Sorte in ihre eigene Dose. Zimt, Anis und Lebkuchengewürz wandern sonst in die Butterplätzchen, und die weichen Lebkuchen geben ihre Feuchtigkeit an die knusprigen Kipferl ab, die danach zäh werden. Wer zu wenige Dosen hat, legt zumindest Backpapier zwischen die Sorten, aber das ist eine Notlösung.

Knusprige Sorten (Butterplätzchen, Kipferl, Zimtsterne) gehören in Blechdosen, die nicht ganz luftdicht schließen. Lebkuchen sollen weich werden und brauchen eine dichte Dose aus Kunststoff oder ein Glas mit Gummiring, dazu ein Stück Apfel, das du alle zwei Tage austauschst, damit nichts schimmelt. Plätzchen mit Schokolade stehen kühl und dunkel, aber nicht im Kühlschrank, wo die Schokolade grau anläuft.

Alles kommt erst in die Dose, wenn es vollständig ausgekühlt und der Guss durchgetrocknet ist. Eingepackte Restwärme wird zu Kondenswasser, und das ist der häufigste Grund, warum selbstgebackene Plätzchen nach einer Woche schimmeln statt nach vier. Ein Klebezettel mit Sorte und Backdatum auf jedem Deckel beantwortet am 20. Dezember die Frage, welche Dose zuerst leer werden muss.

Plätzchen verschenken und verschicken

Ein Glas mit drei Sorten, durch Backpapier getrennt, ist das klassische Geschenk, und es hält, was du versprichst, wenn du die richtigen Sorten auswählst. Für Gläser, die noch eine Woche beim Empfänger stehen, eignen sich Lebkuchen, Zimtsterne und Butterplätzchen am besten. Spitzbuben und Makronen kommen in Gläser, die sofort gegessen werden.

Schreib auf das Etikett nicht nur, was drin ist, sondern auch die Zutaten, die Allergiker interessieren: „enthält Mandeln“ auf dem Kipferlglas erspart dir eine unangenehme Nachfrage. Für Päckchen in eine andere Stadt gilt: robuste Sorten, Gläser oder Dosen randvoll und mit zerknülltem Backpapier ausgestopft, damit nichts klappert. Die Woche nach dem 3. Advent ist ein guter Zeitpunkt zum Verschicken, bevor sich die Weihnachtspost staut.

Wer nach dem Rezept gefragt wird, schreibt es nicht mehr ab: In Olivi lässt sich ein Rezept per Link teilen, und die Empfängerin kann es ohne Konto lesen.

Der Verziertag mit Kindern

Der Nikolaustag fällt 2026 auf einen Sonntag und ist der natürliche Termin für den Verziertag. Die Butterplätzchen sind am Vortag gebacken und abgekühlt, Puderzuckerguss und Streusel stehen bereit, und niemand muss nebenher auf das Blech im Ofen achten. Das trennt die zwei Dinge, die sich mit Kindern schlecht vertragen: heiße Bleche und klebrige Finger.

Rührt den Guss in kleinen Schälchen an, jeweils nur einen Esslöffel Zitronensaft auf 100 g Puderzucker, und färbt lieber zwei Schälchen als eine große Schüssel. Und ja, die Frage nach dem rohen Teig kommt garantiert. Das BfR rät in seinen Antworten zu E. coli in Mehl und Teig davon ab, Keksteig ungebacken zu essen; am Verziertag gibt es deshalb keinen Teig, sondern nur fertige Plätzchen zum Naschen.

So planst du die Plätzchensaison in Olivi

Die Vanillekipferl der Großmutter existieren meist nur auf einer Karteikarte mit Butterflecken. Ein Foto genügt, um das Papierrezept zu scannen, auch in Schreibschrift; ein Rezept aus dem Netz holst du dir per Link. Lege dir eine eigene Kategorie „Weihnachtsbäckerei“ an, dann liegen alle sechs Rezepte nächstes Jahr wieder beisammen.

Wenn du eine Sorte verdoppeln willst, änderst du die Portionszahl, und alle Zutatenmengen rechnen sich um. Danach setzt du die Rezepte auf ihre Back- und Teigtage im Planer. Die Zutaten landen in der Einkaufsliste, nach Abteilungen sortiert; was im Vorratsschrank eingetragen ist, wie Mehl oder Zucker, bleibt außen vor. Geteilt mit dem Partner sieht jeder in Echtzeit, ob die Mandeln schon im Wagen liegen, auch ohne App über einen Link.

Am Backtag hält der Kochmodus das Rezept auf dem Bildschirm, ohne dass das Display ausgeht, mit Timern für jedes Blech. Und wenn dir für die übrigen Eiweiße eine Idee fehlt, fragst du Olive, die virtuelle Küchencoachin. Olivi läuft im Browser, auf iPhone und auf Android; entwickelt in Montréal.

Der Plätzchen-Backplan zum Ausdrucken

Der Plätzchen-Backplan als PDF hat drei A4-Seiten. Seite 1 ist leer: eine Tabelle für bis zu acht Sorten mit Menge, Teigtag, Backtag und Verziertag, ein Kalender der Adventswochenenden 2026, eine Geschenkliste mit der Spalte „Nüsse ok?“ und eine Einkaufsliste nach Abteilungen. Seite 2 zeigt den Plan aus diesem Beitrag mit allen sechs Sorten, ausgefüllt. Seite 3 ist ein Spickzettel: Backen, Lagern und Einfrieren je Sorte, der Einkauf für 4, 6 oder 8 Sorten und das Verschenken. Häng ihn an den Kühlschrank, dann weiß auch der Rest der Familie, warum der Teig im Gefrierfach nicht angerührt wird.

Für das Essen an den Feiertagen selbst gibt es den Beitrag Weihnachtsmenü planen mit Mengen und Zeitplan vom 24. bis zum 26. Dezember.

Häufige Fragen

Ab wann kann man Plätzchen backen?

Lebkuchen und Zimtsterne darfst du schon Ende November backen, weil sie lange halten und Lebkuchen erst nach ein bis zwei Wochen weich werden. Trockene Mürbeteigsorten halten etwa vier Wochen; gebacken am letzten Novemberwochenende reichen sie bis Weihnachten. Wer früher anfangen will, knetet die Teige im November und friert sie ein. Gefüllte Sorten und Makronen gehören in die zweite Dezemberwoche.

Welche Plätzchen halten am längsten?

Lebkuchen und Honigkuchen: Laut der Initiative „Zu gut für die Tonne!“ halten sie richtig gelagert bis zu zwei Monate und werden in der Dose sogar besser. Danach folgen trockene Sorten wie Vanillekipferl, Butterplätzchen und Zimtsterne mit etwa vier Wochen. Makronen schaffen zwei bis drei Wochen. Was mit Sahne oder Creme gefüllt ist, bleibt nur rund sieben Tage gut, und das im Kühlschrank.

Wie lange halten sich Plätzchen in der Dose?

Trockene Plätzchen halten in einer gut schließenden Dose an einem kühlen, trockenen Ort etwa vier Wochen. Voraussetzung ist, dass sie vollständig ausgekühlt hineinkommen und jede Sorte ihre eigene Dose hat. Lebkuchen halten länger, Makronen und gefüllte Sorten kürzer. Ein Etikett mit Backdatum auf dem Deckel zeigt dir, welche Dose zuerst geleert werden sollte.

Kann man Plätzchen einfrieren?

Ja, nahezu alle Plätzchen lassen sich einfrieren, mit Ausnahme von Sorten mit Schokoladenglasur. Friere sie am Backtag ein, sobald sie ganz ausgekühlt sind, in Gefrierbeuteln oder Dosen. Zum Auftauen bleiben sie bei Zimmertemperatur in der geschlossenen Dose, damit sich das Kondenswasser außen sammelt. Lebkuchen überziehst du erst nach dem Auftauen mit Kuvertüre.

Kann man Plätzchenteig einfrieren?

Mürbeteig für Butterplätzchen, Vanillekipferl oder Spitzbuben lässt sich gut einfrieren. Forme ihn zu flachen Scheiben von etwa zwei Zentimetern, wickle sie in Folie und beschrifte den Beutel mit Sorte und Datum. Am Vorabend des Backtags kommt die Scheibe in den Kühlschrank und ist am Morgen ausrollbar. Eiweißmassen für Zimtsterne und Makronen rührst du dagegen frisch an.

Wie lange hält sich Plätzchenteig im Kühlschrank?

Gut in Frischhaltefolie gewickelt bleibt ein Mürbeteig mit Eigelb im Kühlschrank etwa zwei, höchstens drei Tage frisch. Für längere Pausen ist das Gefrierfach die bessere Wahl. Lebkuchenteig mit Pottasche ist eine Ausnahme: Er soll vor dem Backen ein bis zwei Tage ruhen, laut Stiftung Warentest bei Zimmertemperatur, damit er beim Backen locker wird.

Wie bewahrt man Lebkuchen auf, damit sie weich werden?

In einer dicht schließenden Dose aus Kunststoff oder in einem Glas mit Gummiring, getrennt von knusprigen Sorten. Ein Stück Apfel in der Dose gibt Feuchtigkeit ab; tausche es alle zwei Tage aus, damit nichts schimmelt. Nach ein bis zwei Wochen sind die Lebkuchen weich. Darum gehören sie auf den ersten Backtag und nicht in die Woche vor Weihnachten.

Warum sollte man manche Plätzchen nicht in Blechdosen aufbewahren?

Blechdosen schließen meist nicht ganz luftdicht. Für knusprige Sorten wie Butterplätzchen und Vanillekipferl ist das ideal, weil keine Feuchtigkeit eingeschlossen wird. Lebkuchen und andere weiche Sorten trocknen darin aber aus. Sie brauchen eine dichte Dose. Und Plätzchen mit Schokolade sollten in keiner Dose im Kühlschrank landen, weil die Schokolade dort grau anläuft.

Umluft oder Ober- und Unterhitze beim Plätzchenbacken?

Mit Umluft kannst du zwei oder drei Bleche gleichzeitig backen, was an einem Backtag mit mehreren Sorten viel Zeit spart. Stell die Temperatur dafür etwa 20 Grad niedriger ein als bei Ober- und Unterhitze und behalte die oberen Bleche im Blick. Ober- und Unterhitze bräunt gleichmäßiger und eignet sich für ein einzelnes Blech mit empfindlichen Sorten wie Zimtsternen.

Wie lange halten Plätzchen mit Marmelade?

Kürzer als trockene Sorten, weil die Füllung Feuchtigkeit an den Teig abgibt. Spitzbuben und Engelsaugen sind nach etwa zwei bis drei Wochen weich statt mürbe. Backe sie deshalb als Letztes, etwa am Wochenende des 3. Advents, und fülle sie erst, wenn die Plätzchen ganz abgekühlt sind. Den Puderzucker streust du am besten kurz vor dem Servieren darüber.

Wie viele Sorten Plätzchen sollte man backen?

Für einen abwechslungsreichen Teller reichen vier bis sechs Sorten, wenn sie sich in der Textur unterscheiden: mürb, nussig-zäh, weich gewürzt und gefüllt. Mehr Sorten bedeuten mehr Teige, mehr Abwasch und mehr halb volle Dosen. Wer viel verschenkt, backt lieber eine robuste Sorte in doppelter Menge als eine siebte Sorte in kleiner.

Wann sagt man „die Engel backen Plätzchen“?

Wenn der Himmel in der Advents- und Vorweihnachtszeit bei Sonnenuntergang oder am frühen Morgen leuchtend rot glüht. Kindern wird dann erzählt, die Engel stünden am Ofen und backten Plätzchen für Weihnachten, und der rote Schein komme vom Backofen im Himmel. Es ist ein Spruch aus dem Volksmund, keine feste Wetterregel.

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